Die deutsch-unitarische Entwicklung seit 1945

Die Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft hatte seit Kriegsende eine Reihe von Bewährungen zu bestehen. Als Laiengemeinschaft musste sie sich wiederholt dominanter Wortführer erwehren und ihre ganze demokratische Energie einsetzen, um die zentralen religiösen Grundsätze zu bewahren. Nach einem anfänglich dramatischen Wachstum der Gemeinschaft musste sie verschiedene Abspaltungen verkraften, um ihre unitarische Identität zu bewahren. Nach einer Innenorientierung seit Ende der 1980er Jahre in Folge verleumderischer Angriffen aus extremistischen Kreisen, denen sich die Gemeinschaft nur schwer erwehren konnte, setzt in den letzten Jahren wieder eine zunehmende Öffnung der Gemeinschaft sowie ein verstärktes Werben für die unitarische Idee und um neue Mitglieder ein.

Der Vortrag zeichnet die Geschichte seit 1945 nach und beleuchtet die bedeutenden Wegmarken und kritischen Wendepunkte. Desweiteren zeigt er die identitätsstiftenden Etappenziele der Entwicklung auf und benennt Maßnahmen zur Sicherung der gemeinschaftlichen Zukunft. Darüber hinaus zeigt er Fragestellungen auf, die in der Aufarbeitung der Geschichte der Religionsgemeinschaft bislang noch unbeantwortet sind.

Vortragender: Dr. Jörg Last, Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft

Kurzbiographie: Jahrgang 1966, Unternehmer, seit 1995 Mitarbeit im so genannten „Geistigen Rat“ der Religionsgemeinschaft Deutscher Unitarier.